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Payment Trends 2015

Wer in den kommenden Jahren als Händler erfolgreich sein will, muss sich einigen Herausforderungen stellen und diese bewältigen. Das massive Wachstum im deutschen ECommerce-Markt der vergangenen Jahre wird sich abschwächen, aber die Zahl der Onlinehändler weiter steigen.

Um sich dennoch mit seinem Kerngeschäft weiterhin gut zu positionieren und im Strudel des Konkurrenz- und Preiskampfes nicht unterzugehen, ist es für Sie als Händler wichtig immer bestens informiert zu sein.

Im folgenden finden Sie meine persönlichen Payment Trends für das kommende Jahr.


Trend 1: Mobile Commerce – der Fingerabdruck wird zum TAN-Killer

Mit dem Start des neuen Sicherheitsstandards SecuRePay am 1. Februar 2015 wird es einen Innovationsschub in der E-Commerce-Zahlungsabwicklung geben. Mit SecuRePay wird die Zwei-Faktoren-Autorisierung vorgeschrieben. Das bedeutet, mindestens zwei von drei eindeutig personenbezogenen Identifikationselementen müssen beim Kauf abgefragt werden. Bei Online-Überweisungen und Kreditkartenzahlungen, die über das Smartphone getätigt werden, wird die Identifikationskombination Mobiltelefon (Besitz) & Fingerabdruck (Biometrik) als Sieger hervorgehen. Die TAN (Wissen), die aufs Smartphone geschickt wird, erfüllt die Anforderung nach zwei unabhängigen Elementen dann nicht mehr. Kunden müssten ein Extra-Gerät mitschleppen, auf das die TAN geschickt wird. Das wird nicht passieren.

Trend 2: Multi-Channel-Händler brauchen Multi-Channel-Kundenbindung

Händler, die sich bisher allein auf den Online-Handel oder nur auf den stationären Handel beschränken, haben es auch heute schon schwer. In den kommenden zwei Jahren wird es für sie aber noch schlimmer. Sie werden vom Markt verschwinden – zumindest sehr viele. Um zu überleben, müssen sie ihre Kunden über mehrere Kanäle ansprechen. Aber auch das alleine reicht noch nicht! Neukundenakquise ist mühsam und teuer. Sollen die Kunden gehalten werden, müssen die Händler Multi-Channel-Kundenbindungssysteme etablieren. Nur Händler, die ihre Kundenbindung über alle Kanäle hinweg synchronisieren und in ein einziges System überführen – gleichgültig, ob die Kunden online, offline oder mobil einkaufen – werden in diesem Kampf überleben.

Trend 3: Warum ab 2015 das mobile Bezahlen am POS endlich Realität wird

Zum einen wird in den nächsten beiden Jahren die Verfügbarkeit guter Apps für das Mobile Payment rasant steigen. Der bisherige Knackpunkt Nummer 1, warum das mobile Bezahlen derzeit in der Realität noch nicht so Recht funktioniert, sind schlicht gute Apps, die auf die Anforderungen am POS abgestimmt sind. Der zweite Grund, warum Mobile Payment von 2015 an im Handel signifikant stärker zum Einsatz kommen wird: Die Bereiche Loyalty & Payment verschmelzen immer weiter. Punkte sammeln, Gutscheine und Rabattcoupons einlösen und das bargeldlose Bezahlen – all das wird mit nur noch einer einzigen Transaktion abgewickelt: über das Smartphone. Der nette Nebeneffekt ist, dass unsere Geldbörse leichter wird, weil all die Plastikkarten und Rabattcoupons verschwinden.

Trend 4: Mobile Payment wird der Gamechanger im Bereich Micro-Payment

Gerade Läden wie Bäcker, Fleischer, Imbissbuden oder Kioske sind standhafte Verfechter der klassischen Bar-Zahlung. Kredit- oder EC-Karten machen für sie einfach keinen Sinn, weil sich die Transaktionskosten für ihre typischen Kleinbeträge nicht rechnen. Das Thema Mobile Payment wird hier aber zum Gamechanger. Eine Zahlung per Smartphone bedeutet für den kleinen Händler wesentlich geringere Transaktionsgebühren als mit einem EC-Terminal. Weil Händler des täglichen Bedarfs stark auf Stammkunden setzen, können nun mehrere Transaktionen eines Kunden zu einer Abrechnung zusammengefasst und mit dem Kundenbindungssystem verknüpft werden. Damit wird bargeldloses Bezahlen endlich auch für die typischen Micro-Payment-Händler hochinteressant.

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Ein Kommentar zu “Payment Trends 2015

  1. Ich glaube das Thema mobile Payment braucht seine Zeit, aber es wird immer kommen. In Deutschland lieben die Menschen Ihr Bargeld, in den USA dagegen freut man sich über neue Technik bzw. Zahlungsmöglichkeiten.

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