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Verbraucher-Rechte-Richtlinie: Was Online-Händler ab dem 13.06.2014 beachten müssen

Am 13.06.2014 um 0:00 Uhr treten die neuen gesetzlichen Regelungen für das Verbraucherrecht im Online-Handel in Kraft. Dies kann für Online-Händler eine Nachtschicht bedeuten, denn bis 23:59 Uhr gelten noch die alten Regelungen und müssen als Rechtstext einsehbar sein.

Ab 0:00 Uhr müssen diese Rechtstexte im Online Shop auf die neuen Regelungen umgestellt werden. Eine frühere oder spätere Umstellung kann für Online-Händler ein Grund zur Abmahnung sein.

Folgende Punkte können Online-Händlern helfen abmahnsicher durch die neue Verbraucher-Rechte-Linie zu kommen:

  1. Dem Verbraucher muss mindestens ein unentgeltliches Zahlungsmittel zur Verfügung gestellt werden.
  2. Für den Fall, dass für die Inanspruchnahme einer Zahlungsart Kosten anfallen, dürfen vom Verbraucher hierfür nicht höhere Aufschläge verlangt werden als die tatsächlich dafür anfallenden Kosten
  3. Es wird eine einheitliche 14-tägige Widerrufsfrist in Europa geben
  4. Die „Muster-Widerrufsbelehrung“ ist für alle EU-Staaten gleich
  5. Der Widerruf muss vom Verbraucher ausdrücklich erklärt werden
  6. Das bisherige Rückgaberecht entfällt
  7. Der Verbraucher kann in Zukunft zur Erklärung seines Widerrufs das sogenannte „Muster-Widerrufsformular“ verwenden. Der Unternehmer ist verpflichtet, dem Verbraucher dieses Formular zur Verfügung zu stellen
  8. Das unendliche Widerrufsrecht entfällt. Stattdessen wird das Widerufsrecht bei fehlender Widerufsbelehrung auf 12 Monate und 14 Tage nach dem Vorliegen der Voraussetzungen für den Fristbeginn begrenzt
  9. Zukünftig gilt für beide Seiten eine Frist von 14 Tagen für die Rückgewährung der empfangenen Leistungen
  10. Der Online-Händler hat künftig ausdrücklich so lange ein Zurückbehaltungsrecht, bis er entweder die Ware zurückerhält oder ein Nachweis über deren Rücksendung eingeht
  11. Zukünftig trägt der Online-Händler im Falle eines Widerrufs die Kosten der Hinsendung; Kosten wie beispielsweise Zuschläge für Expresssendungen sind davon ausgeschlossen
  12. Die Rücksende-Kosten werden im Falle eines Widerrufes grundsätzlich vom Verbraucher getragen, vorausgesetzt der Online-Händler hat den Verbraucher über die Kostentragung unterrichtet
  13. Bei nicht paket-versandfähiger Speditionsware ist die Höhe der Rücksende-Kosten in der Widerrufsbelehrung zu nennen
  14. Kosten für Kunden-Hotlines, die für Anfragen zu geschlossenen Verträgen eingerichtet werden, dürfen nicht mehr über die Grund-Tarife hinausgehen

Tipp: Eine vollständige Liste aller Änderungen erhalten Sie u.a. auch im Shopbetreiber-Blog  in einer sehr ausführlichen Serie zur Verbraucher-Rechte-Richtlinie. Auch Mustertexte und Whitepaper stehen zum Download bereit.

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